Gesund und lecker durch den Sommer – Teil 3: Dieses Obst und Gemüse hat im August Saison

Wenn es im Sommermonat August noch immer heiß ist, freut sich der Körper über eine vitaminreiche Erfrischung. Daher schauen wir uns an, welches gesunde und leckere Obst und Gemüse im August Saison hat.

Das Obst im August

Im August setzt sich sie Saison der Melonen und Pflaumen fort. Außerdem beginnt der Monat der ersten Feigen, Kaktusfeigen und Waldfrüchte.

Die Feige – Schutz vor Haarausfall und Muskelkrämpfen

Feigen haben einen süßlichen Geschmack und mit 47 (63?) kcal weniger Kalorien als Weintrauben und Mandarinen. Dafür sind die Früchte reich an wertvollem Vitamin A und den B-Vitaminen Folsäure und Biotin. Das Biotin, auch als Vitamin B7 bezeichnet, kann Haarausfall vorbeugen und sorgt für stabile Fingernägel.

Außerdem enthalten sind die Mineralstoffe Magnesium, Kalium, Kalzium, Phosphor und Eisen. Magnesium hilft unter anderem gegen Muskelkrämpfe und vorzeitiger Wehentätigkeit und lindert Durchblutungsstörungen. Kalium hingegen ist wichtig für einen normalen Blutdruck und Eisen wird zur Bildung des Blutes benötigt.

Der geringe Säuregehalt und die vielen Ballaststoffe in den kleinen Kernen sind ideal für eine gesunde Verdauung. Wer gegen Verstopfung leidet, sollte die getrockneten Feigen abends ins Wasser legen und über Nacht stehen lassen. Am Morgen kann man die etwas aufgequollenen Früchte mitsamt dem Einweichwasser verzehren.

Kaktusfeigen – gut für den Blutzucker- und Cholesterinspiegel

Die ursprünglich aus Mexiko und Südamerika stammende Kaktusfeige wächst inzwischen auch in Italien. Unter der stachligen Haut versteckt sich ein saftiges, süß-säuerlich schmeckendes Fruchtfleisch, das an eine Feige erinnert. Kaktusfeigen sind sehr gesund. Die kalorienarmen Früchte enthalten relativ viele Ballaststoffe, B-Vitamine, Vitamin C und E, sowie die Mineralstoffe Magnesium, Kalium und Kalzium. Studien belegen, dass die Kaktusfeige den Blutzucker- und Cholesterinspiegel senkt.

Die Brombeere – ein kleines, vielseitiges Wundermittel

Die Brombeere als Vertreter der Waldfrüchte ist ein wahres Wundermittel. Die kleinen blauschwarzen, süß-säuerlich schmeckenden Früchte haben sehr viele positive Eigenschaften. Sie enthalten unter anderem Flavonoide, also natürliche Pflanzenfarbstoffe, die Bakterien, Viren und Pilze hemmen, Entzündungen lindern und die Fließfähigkeit des Blutes verbessern. Der lösliche Ballaststoff Pektin regt nicht nur die Verdauung an, sondern hilft auch dabei, den Cholesterinwert auf einem normalen Niveau zu halten.

Ein weiterer Pluspunkt sind die Vitamine C und E. In 100 Gramm Brombeeren stecken mehr Vitamin C, als in der gleichen Menge Äpfel! Es hilft nicht nur dem Immunsystem, auch das enthaltene Eisen kann so besser verwertet werden.  Das Vitamin E hingegen hat zellschützende Eigenschaften und wirkt so vorzeitigen Alterserscheinungen vor.

Ebenfalls enthalten ist Beta-Carotin, welches der Körper in Vitamin A umwandeln kann. Dieses benötigen wir wiederum für die Sehkraft, eine schöne Haut und für die Schleimhäute.

Nicht zu vergessen sind die wertvollen Mineralstoffe, wie Kalzium und Phosphor, die die Knochen und Zähne stärken, sowie Kalium, welches die Ausscheidung von überflüssigem Wasser fördert.

Das Gemüse im August

Die Auswahl an frischem Gemüse im August ist groß. Frisch auf den Tisch kommen unter anderem Paprika, Karotten, Auberginen, Tomaten, Spinat, Zucchini, Gurken, Sellerie und Grüne Bohnen.

Paprika – Besonders reich an Vitamin C

Paprika gehört zur Familie der Nachtschattengewächse und ist in vielen Varianten erhältlich. Es gibt sie in unterschiedlichen Farben, Formen, Größen, Geschmäckern und Schärfegraden. Doch egal, für welche Sorte man sich entscheidet, sie alle sind kalorienarm und enthalten viele Vitamine.

Besonders hervorzuheben ist das Vitamin C. In 100 g einer roten Tomatenpaprika sind 400 mg Vitamin C enthalten und damit viermal so viel, wie die empfohlene Tagesdosis! In einer grünen Paprika steckt mit 140 mg deutlich weniger Vitamin C, dennoch ist die Paprika insgesamt eines der Vitamin C – reichsten Nahrungsmitteln.

Die Paprika enthält außerdem Flavonoide und Carotine als Antioxidantien. Diese fangen die freien Radikale, schützen die Zellen und reduzieren das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Die Aubergine – Die gesunde Eierfrucht

Die Aubergine hat ihren Ursprung wahrscheinlich in Indien und wurde von den Sarazenen aus Arabien nach Spanien gebracht. Dort nannte man sie „Eierfrucht“, da sie damals noch gelb oder weiß waren und die Form eines Hühnereis hatten. Der Name ist geblieben, obwohl die Aubergine heute nicht mehr an ein Hühnerei erinnert.

Botanisch gesehen ist die Aubergine ein Nachtschattengewächs. Es gibt sie mittlerweile in verschiedenen Formen und Farben: die glatte Schale variiert von dunkelviolett über weiß, gelb, grünweiß marmoriert bis zu orangerot. Die Frucht kann länglich, keulenförmig, oder rund sein. Da sie viele Bitterstoffe enthalten, sollten sie nicht roh gegessen werden. Erst durch längeres Erhitzen oder die Zufügung von Salz werden die Bitterstoffe entzogen.

Allen Varianten gemeinsam sind ihre wertvollen Gehalte an Vitaminen und Mineralstoffen, sowie der hohe Ballaststoffgehalt. Dieser fördert das Sättigungsgefühl und ist gut für die Verdauung. An Vitaminen sind in nennenswerten Mengen Vitamin B3, B9 (Folsäure), C und K vorhanden. Bei den Mineralstoffen sind Kalium, Kupfer, Mangan und Eisen hervorzuheben.

Auberginen trumpfen aber vor allem mit den sekundären Pflanzenstoffen. In kaum einem anderen Gemüse sind so viele gesundheitsfördernde Pflanzenstoffe enthalten. Solanin, zum Beispiel. Dabei handelt es sich um einen schwach giftigen Stoff, der einerseits zu Magen-Darm-Problemen führen kann, andererseits auch in geringen Mengen antibakteriell, antientzündlich, fiebersenkend und cholesterinsenkend wirkt. Außerdem enthalten sind Carotinoide, wie das Beta-Carotin, Phenolsäuren, Tannine, Flavonoide und Chlorogensäure. In Auberginen sind etwa doppelt so viele Tannine enthalten, wie in Tomaten. Diese Pflanzenstoffe senken nicht nur das Risiko für verschiedene Krankheiten, sie können sogar zur Heilung von Krebs beitragen.

Leckere Rezeptidee: Napolitanischer Auberginenauflauf

Zutaten für ca. 6 Personen
  • 700 g Auberginen
  • 250 g Tomatensoße
  • 250 g (Büffel-)Mozzarella
  • 80 g geriebener Hartkäse (zum Beispiel: Parmesan)
  • Mehl
  • Basilikum
  • Olivenöl extravergine
  • Salz
  • Pfeffer
Zubereitung
  1. Auberginen waschen, trocknen, der Länge nach in 4-5 mm dünne Scheiben schneiden.
  2. Die Scheiben in ein Sieb legen und salzen. Um das überschüssige Wasser zu entfernen, die gesalzenen Auberginenscheiben mit einem Tuch bedecken und für etwa 30 Minuten mit einem Gewicht beschweren.
  3. Die Scheiben nochmals abtrocknen, in Mehl wälzen und in heißem Öl frittieren. Die frittierten Scheiben auf einem Küchentuch legen.
  4. Den Mozarrella in Scheiben oder Würfel schneiden.
  5. Den Boden einer feuerfesten Auflaufform mit zwei Esslöffeln Tomatensoße bestreichen.
  6. Anschließend einige Auberginenscheiben darüber legen, bis der Boden komplett bedeckt ist. Eine handvoll Hartkäse über die Auberginen streuen und mit ein wenig Salz und Pfeffer würzen. Anschließend Mozzarella und einigen Blättern Basilikum (ganz oder in kleinere Stücke zerkleinert) hinzufügen. Das ganze mit ein wenig Tomatensoße bedecken.
  7. Schritt sechs solange wiederholen, bis die Auberginen aufgebraucht sind. Die letzte Schicht sollte aus Mozzarella und Hartkäse bestehen.
  8. Die Auflaufform für etwa 25 Minuten bei 190°C im Ofen backen.

Gesund und lecker durch den Sommer – Teil 2: Dieses Obst und Gemüse hat im Juli Saison

Wenn es im Sommer heiß wird, bevorzugen viele Menschen frisches und saftiges Obst und Gemüse. Wir schauen uns daher an, welche leckeren Sorten im Juli Saison haben.

Das Obst im Juli

Im Juli gibt es eine große Auswahl verschiedener Obstsorten, die geerntet werden können. Dazu gehören Melonen, Pflaumen, Himbeeren und Pfirsiche, sowie Kirschen und Aprikosen, die bereits seit Juni Saison haben.

Melonen – das Gurkengewächs für eine schöne Haut

Die Melone gehört mit zu den beliebtesten Obstsorten im Sommer. Die kalorienarme Frucht besteht je nach Sorte zu 85-95% aus Wasser und enthält viel Vitamin A und C. Das Vitamin A ist besonders wichtig für eine gesunde und damit schöne Haut, sowie den Sehvorgang. Je nach Sorte reichen schon 150g Fruchtfleisch aus, um den täglichen Bedarf an Vitamin A zu decken! Daneben enthalten Melonen wertvolle Mineralstoffe, wie Eisen und in geringen Mengen Natrium. Letzteres zusammen mit dem Wasser ist gut für die Nieren, die durch den Verzehr der Melone entwässert und gereinigt werden. Auch die Kerne der Wassermelone sind essbar und liefern Vitamine, Mineralstoffe, Fett und Eiweiß.

Melonen werden unterschieden in Wassermelonen und Zuckermelonen. Botanisch gesehen, gehören die Wassermelonen zu den Gurkengewächsen, während die Zuckermelonen in die Familie der Kürbisgewächse eingeordnet werden. Beide können in der Regel schon am Aussehen unterschieden werden. Die größeren, bis zu 25 kg schweren Wassermelonen haben eine dicke, dunkelgrüne Schale und ein rotes Fruchtfleisch mit flachen schwarzen Kernen. Zuckermelonen hingegen haben eine dünnere Schale und eine Aushöhlung im Inneren, in denen die weißen Kerne sitzen. Das Fruchtfleisch ist meist blassgelb, grünlich oder orangefarben. Es gibt mehr als 500 verschiedene Sorten der Zuckermelonen. Die bekanntesten sind die Honigmelone, die Cantaloup-Melonen und die Galia-Melonen

Pflaumen – der schnelle Energielieferant

Im Juli beginnt auch die Saison der Pflaumen. Sie gehören zur Familie der Rosengewächse und sind mit über 2.000 Arten weltweit vertreten. Obwohl die Größe, Form, Farbe und der Geschmack der einzelnen Arten sehr unterschiedlich sind, haben sie eines gemeinsam: alle Pflaumen sind sehr gesund. Sie bestehen zu etwa 80% aus Wasser und haben gerade einmal 47 kcal pro 100 Gramm. Der Fruchtzuckergehalt ist mit 10% besonders hoch. Daher sind Pflaumen ein schneller Energielieferant. Neben den Kohlenhydraten, haben Pflaumen einen hohen Gehalt an Ballaststoffen, wie Pektine und Zellulose. Diese sitzen vor allem in der Schale und helfen, den Cholesterinspiegel zu senken, Schwermetalle zu entgiften und die Verdauung zu fördern. Dank ihrer abführenden und harntreibenden Wirkung sind sie ideal gegen Verstopfung geeignet. Außerdem enthalten Pflaumen viele Vitamine und Mineralstoffe, wie zum Beispiel Provitamin A (Carotinoide), B-Vitamine für das Nervensystem, Vitamin C und E, Eisen, Magnesium, Kalium, sowie die Spurenelemente Kupfer und Zink, die gegen nervöse Unruhe, Gereiztheit und Depressionen wirken.

Das Gemüse im Juli

Im Juli bietet die Natur auch zahlreiche Gemüsesorten an, darunter Gurken, Mangold, Karotten, Paprika, Tomaten, Grüne Bohnen, Rucola und Basilikum.

Tomaten – die rote Frucht aus Mittel- und Südamerika

Die Tomate stamt ursprünglich aus Mittel- und Südamerika. Dort wurde sie unter anderem von den Maya kultiviert. Wahrscheinlich seit dem 16. Jahrhundert gibt es sie auch in Italien und seit etwa 1900 ist sie auch in Deutschland bekannt. Die Tomate ist die Königin auf dem sommerlichen Esstisch. Egal, ob roh oder gekocht, Tomaten finden sich in einer Vielzahl von Gerichten wieder. Dabei ist die rote Frucht nicht nur sehr schmackhaft, sondern auch noch sehr gesund. Mit gerade einmal 19 kcal ist die Tomate äußerst kalorienarm. Sie besteht zu 95% aus Wasser. In den restlichen 5% stecken viele Vitamine und Mineralstoffe.

Besonders hervorzuheben ist Lycopin, ein spezielles Carotinoid mit antioxidativen Eigenschaften. Dieser relativ hitzbeständige, sekundäre Pflanzenstoff bekämpft die “freien Radikale“ in unserem Organismus und schützt so unsere Zellmembran. Lycopin steckt vor allem in der Schale, ist fettlöslich und wird durch starke Hitze besonders gut freigesetzt.

Darüber hinaus enthalten Tomaten viel Vitamin C, welches das Immunsystem stärkt; Kalium, das Herzkreislauferkrankungen vorbeugen kann; sowie einen hohen Anteil an Folsäure, das wichtig für den Gewebeaufbau und die Zellfunktion ist.

Basilikum – ein Kraut mit entzündungshemmender Wirkung

Aus der italienischen Sommer-Küche nicht wegzudenken ist frischer Basilikum. Basilikum ist ein Gewürz, das neben den Vitaminen A, C, D und E und Mineralstoffen, wie Kalzium, Kalium, Magnesium und Eisen, vor allem verschiedene ätherische Öle enthält. Diese Öle wirken entzündungshemmend, antibakteriell und schmerzstillend. Außerdem regt das Gewürz den Appetit an, fördert die Fettverdauung und hilft bei Magenverstimmungen.

Leckere Rezeptidee – Basilikum-Pesto

Zutaten für 4 Portionen:

  • 50g frische Basilikumblätter
  • 15g Pinienkerne
  • 70g Hartkäse (z. B. Parmesan)
  • 1 Knoblauchzehe
  • 100ml Olivenöl extravergine
  • ggf. eine Prise Salz

Zubereitung:

  1. Einmachgläser für das Pesto sterilisieren. Dazu, zum Beispiel, die Gläser und Deckel für ca. 10min in kochendes Wasser geben. Anschließend herausnehmen und trocknen lassen.
  2. Die Basilikumblätter mit einem feuchten, weichen Tuch vorsichtig putzen.
  3. Alle Zutaten in einen Mixer geben und zu einer Creme pürieren.
  4. Die Creme in die Einmachgläser füllen.

Das Pesto ist 2-3 Tage im Kühlschrank haltbar und zum Einfrieren geeignet.

Saisonstart beim Eurogeopark Ischia – Wanderungen und Minibustouren mit dem Geologen Aniello Di Iorio

Es geht wieder los!

Die Wandersaison auf Ischia hat wieder begonnen. Gemeinsam mit dem Geologen Aniello Di Iorio und seinem Team geht es auch 2019 wieder auf Entdeckungstouren durch die einzigartige Natur der „Grünen Insel“ im Golf von Neapel. Egal ob eine kurze Tour entlang des Marontistrandes, eine ganztägige Inselüberquerung über den Epomeo oder eine Wanderung zu den besten Vulkanen Ischias, das Wanderprogramm bietet für jeden etwas.

Besonders jetzt im Frühling lohnt sich eine Reise nach Ischia. Die Natur ist aus ihrem Winterschlaf erwacht und die ersten Blütenpflanzen, wie Anemonen, Veilchen und Ginster tauchen die Insel in ein buntes Farbenmeer. Die angenehmen Temperaturen sind dabei ideal für eine Wanderung über die Berge und durch die Wälder Ischias.

Natürlich haben wir auch unsere bewährten Minibustouren wieder im Programm. Gemütlich fahren wir mit Kleinbussen zu den Highlights der Insel. Dazu gehören zum Beispiel das Wahrzeichen der Geimeinde Lacco Ameno – der „Fungo“ -, der Vulkan Rotaro mit seinen heißen Fumarolen, die berühmte Thermalbadeanstalt Beliazzi und der Thermalpark Olympus mit seinem smaragdgrünen Thermalwasser.

Neu im Jahr 2019 – Gourmet-Wanderung und Bootstour

Dieses Jahr gibt es gleich drei neue Extra-Touren, die nur im Frühling und Herbst stattfinden.

Jeden Dienstag und Donnerstag starten unsere beiden Gourmet-Wanderungen. Am Dienstag begleitet unsere Gäste Cesare, ein Ischitaner, der sich auf seiner Insel bestens auskennt. Seine Wanderung beginnt in Bounopane und führt entlang alter Verbindungswege und vorbei an alten, zum Teil heute noch genutzten Weinkellern ins Inselinnere. Wir passieren die typischen Weinterrassen Ischias und durchqueren einen Kastanienwald. Das Ziel ist das Haus von Cesere mit seinem Obst- und Gemüsegarten. Je nach Saison bereiten er und seine Frau daraus köstliche Gerichte zu, wie zum Beispiel Bruschetta mit frischen Tomaten, gemischter Bauernsalat und Nudeln mit einer besondern Soße aus Feigen, Rosinen und Nüssen. Selbst das Olivenöl stellt er aus seinen eigenen Oliven her. Der zum Essen gereichte Wein und das erfrischendes Zitronenwasser sind ebenfalls aus hauseigener Produktion.

Donnerstags wandern wir von Serrara hinunter zu den Fumarolen am Marontistrand. Die Wanderung führt durch die schönen Gärten und Landschaften der Insel und bietet ständig phantastische Ausblicke auf Sant’ Angelo und die Südküste von Ischia. Unterwegs schauen wir uns an, auf welchen Böden das Obst und Gemüse hier wächst und welchen Einfluss das mediterrane Klima hat. Bei den Fumarolen angekommen, stärken wir uns mit ausgewählten, kulinarischen Spezialitäten der Insel Ischia, die im  heißen Sand der Fumarolen am Marontistrand gegart werden.

Weitere Informationen zu diesen Touren finden Sie unter:

http://www.eurogeopark.com/Ischia-Wanderungen/Gourmet-Wanderung-Cesare bzw. http://www.eurogeopark.com/Ischia-Wanderungen/Gourmet-Wanderung-Fumarole.

Einen etwas anderen Blickwinkel auf Ischia erhalten unsere Gäste am Freitag auf einer Bootstour um die Insel. Die durch Vulkane entstandene Insel bietet vom Meer aus einige überraschende Ausblicke. Entlang der Küsten kann man die noch unberührte Natur mit ihren malerischen Buchten und Grotten bewundern. Einige der Buchten sind nur mit dem Boot zu erreichen! Sie sind ideal für eine kleine Pause zum Baden und Schnorcheln. In Sant’Angelo gehen wir an Land, sodass jeder die Möglichkeit hat, sich individuell das ehemalige Fischerdorf anzuschauen und sich zu stärken.

Schauen sie doch einfach auf unserer Internetseite http://www.eurogeopark.com/Ischia-Bootstouren/Gourmet-Inselrundfahrt.

Wandern auf Ischia im Spätherbst

Erdbeerbaum auf Ischia

Wer auf Ischia gerne einen Wanderurlaub verbringen möchte, kommt meist im Frühling oder Herbst. Doch auch im Spätherbst und Winter kann man auf Ischia wunderbar wandern.

Eine Wanderung im Zauberwald

Es ist Ende November. Jetzt im Spätherbst hat die Sonne nicht mehr die Kraft, wie noch vor wenigen Wochen. Immerhin reicht es noch aus, um die Temperaturen auch oben in den Bergen auf über 10° ansteigen zu lassen. Ich nutze einen sonnigen Tag und mache eine Wanderung durch den Zauberwald oberhalb von Forio. Dieser besteht hauptsächlich aus Kastanienbäume, die einst hier angepflanzt wurden. In der Nähe eines Felsenhauses bleibe ich kurz stehen und schließe für einen Moment die Augen. Ich höre Vögel um mich herum zwitschern, sonst nichts. Keine Autos, keine Schiffe, keine Menschen. Ich atme einmal tief ein. Es riecht nach Herbst. Die frische Waldluft ist angenehm und tut mir gut. Sie lässt mich die anstrengenden Wochen der Saison vergessen.

Nachdem ich meine Augen wieder geöffnet habe, schaue ich mich um. Von den Vögeln ist nichts zu sehen. Sie scheinen sich vor mir zu verstecken. Doch dann sehe ich einen kleinen Vogel auf einem Ast in einem Kastanienbaum sitzen. Als ich einen Schritt in seine Richtung laufe, raschelt das Laub unter meinen Füßen. Der Vogel erschreckt sich und fliegt davon.

Der Zauber der Natur

Die Blätter der Kastanienbäume haben sich längst braun gefärbt und viele von ihnen sind bereits auf den Waldboden gefallen. Doch noch hängen einige von ihnen an den Bäumen. Hin und wieder fällt ein Blatt herunter und gesellt sich zu den anderen. Es ist erstaunlich, was sich die Natur alles einfallen lässt, um sich dem Wechsel der Jahreszeiten anzupassen. In nur wenigen Monaten werden schon wieder neue, grüne Blätter an den Bäumen wachsen.

Der Großteil der Kastanien liegt ebenfalls schon unten. Als die ersten Herbststürme kamen, haben sie ihren Halt an den Ästen verloren und sind herunter gefallen. Für die Farbtupfer im Wald sorgen jetzt andere. Die Moose zum Beispiel, die sich großflächig über die Steine ausgebreitet haben. Daneben wachsen Flechten an den Stämmen und Ästen der Bäume und auf dem Waldboden entdecke ich noch den ein oder anderen Pilz, der stehen gelassen wurde, weil er vielleicht giftig ist.

Vorsicht auf den Wegen

Ich laufe den Weg weiter. Er ist schön breit und gut zu gehen. Regen kann diesem Wanderweg nur wenig anhaben, denn er verläuft meist eben. Nur dort, wo größere Steine natürliche Stufen bilden und es bergauf oder bergab geht, muss man vorsichtiger sein. Besonders nach Regenfällen kann es an diesen Stellen plötzlich rutschiger sein. In den letzten Tagen war es jedoch trocken und ich habe keine Probleme vorwärts zu kommen.

Während ich aus dem Kastanienwald heraus laufe und mich auf den Abstieg nach Forio begebe, sehe ich am Horizont, wie sich die Sonne unaufhaltsam dem Horizont nähert. Es ist erst kurz nach 16:00 Uhr, doch schon in einer halben Stunde wird die Sonne verschwunden sein.

Auf dem Weg nach Hause drehe ich mich noch einmal um und schaue in die Berge. Selbst zu dieser Jahreszeit wirkt Ischia noch immer grün, auch wenn es nicht mehr das saftige, frische Grün des Frühlings ist. Viele Sträucher und niedere Pflanzen scheinen keine Jahreszeiten zu kennen. Sie verlieren ihre Blätter nicht und sind daher das ganze Jahr über grün. Vor Schnee und Frost müssen sie sich auch kaum fürchten. Nur selten fallen einige weiße Flocken vom Himmel und bedecken für kurze Zeit wie Puderzucker die höchsten Gipfel der Insel.

Der Tag neigt sich dem Ende und ich nehme mir vor, in den nächsten Tagen wieder eine Wanderung durch die Natur Ischias zu unternehmen. Dann geht es vielleicht durch den immergrünen Steineichenwald des Rotaros oder zum höchsten Gipfel der Insel, dem Epomeo. Auf Ischia gibt es viele schöne Orte zum Wandern – auch im Spätherbst und Winter.

Wie Ischia zu meiner neuen Heimat wurde – Ein Fernsehbeitrag im ZDF

Geologin Yvonne Roeper

Als ich 2009 zum ersten Mal nach Ischia kam, ahnte ich noch nicht, dass die „Grüne Insel“ im Golf von Neapel meine neue Heimat werden würde. Das Geologie-Diplom frisch in der Tasche, nahm ich das Angebot von Aniello Di Iorio an, eine Saison für ihn zu arbeiten. Zu meinen Aufgaben gehörte es, geologische Wanderungen und Minibustouren für deutschsprachige Touristen durchzuführen.

 

Mein erstes Jahr auf Ischia

In den ersten Wochen bin ich zunächst bei den Wanderungen und Minibustouren mitgekommen, um die Strecken und Inhalte kennenzulernen. Nach etwa einem Monat durfte ich die Ausflüge dann selbstständig leiten. Es war genau die Art von Arbeit, die ich mir vorgestellt hatte: interessierten Laien die phantastische Welt der Geologie näherzubringen.

Es gefiel mir von Anfang an gut auf der Insel. Besonders beeindruckt hat mich die Gastfreundschaft. Meine Vermieterin, die Hoteliers, die Busfahrer…, jeder mit dem ich in Kontakt kam, war freundlich und hilfsbereit.

Die Saison verging wie im Fluge. Neben den Wanderungen führte ich im Sommer Recherchen zu den Thermalwässern der Insel durch. Die Ergebnisse veröffentlichte Aniello 2016 in seinem Buch. Nach gut sieben Monaten musste ich schweren Herzens wieder zurück nach Deutschland. Eines stand für mich jedoch fest: ich komme wieder! Ob Ischia aber meine neue Heimat werden wird, wusste ich damals noch nicht.

 

7 Jahre in Deutschland

Zurück in Deutschland verschlug es mich erneut in eine Vulkanregion. Ich fand eine neue Arbeit in der UNESCO Welterbestätte Grube Messel, einem erloschenen Maarvulkan und heutige Fossillagerstätte.

Wie auf Ischia führte ich auch dort Gäste durch die Anlage. Die „Wanderungen“ waren nur etwas kürzer, als auf der Insel. Darüber hinaus arbeitete ich im Büro im angrenzenden Besucherzentrum. Ich erstellte unter anderem Besucherstatistiken und konzipierte neue Programme. Die Arbeit gefiel mir auch dort sehr gut. Sie war abwechslungsreich und ich hatte tolle Kollegen. Ischia konnte ich aber nicht vergessen und so verbrachte ich meinen Urlaub immer auf der Mittelmeerinsel.

 

Ischia – Meine neue Heimat

Nach über sieben Jahren erhielt ich wieder ein Angebot, auf der Insel Ischia zu arbeiten. Daraufhin kündigte ich meine Arbeit in Deutschland mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Ende März 2017 wanderte ich schließlich nach Ischia aus. Meine Eltern haben mich in diesem Schritt von Anfang an unterstützt, wofür ich ihnen sehr dankbar bin.

Mindestens einmal im Jahr fliege ich zurück in meine alte Heimat Deutschland, um meine Familie und Freunde zu besuchen. Ischia jedoch, ist für mich meine neue Heimat geworden. Hier fühle ich mich wohl und bin glücklich.

 

Ein überraschender Anruf vom ZDF

Im August 2018 erhielt ich dann einen überraschenden Anruf. Ein Journalist vom ZDF ist auf mein Profil auf unserer Internetseite www.eurogeopark.com aufmerksam geworden. Er fand es so interessant, dass er gerne ein Portrait über mich für die Sendung „Hallo Deutschland“ drehen wollte. Nach kurzem Zögern, stimmte ich zu.

Wenige Tage später kam der Journalist mit einem Kameramann und hat mich einen Tag lang auf Ischia begleitet. Ich berichtete, wie ich nach Ischia kam und warum die Insel zu meiner neuen Heimat wurde. Das Ergebnis wurde am 20.11.2018 im Fernsehen übertragen. Wer sich den Beitrag anschauen möchte, kann gerne dem Link folgen: https://www.zdf.de/nachrichten/hallo-deutschland/vulkanforschung-im-golf-von-neapel-100.html

Die Reise nach Ischia

Fähre nach Ischia

Die Anreise nach Ischia kann auf verschiedensten Wegen erfolgen. Hier wird die Route vom Flughafen Neapel (Aeroporto di Napoli – Capadichino) zu einem der Häfen Ischias (Ischia Porto, Casamicciola und Forio) nachvollzogen und beschrieben. Es sollte darauf geachtet werden entweder den Hafen Porto d’Ischia oder Casamicciola anzusteuern.
Hat man das Flugzeug verlassen und das Gepäck abgeholt, führt der erste Weg aus dem Flughafen in Richtung Exit heraus. Schon da fallen einem die Schilder „Alibus“ ins Auge, die einem von der Flughafenhalle bis zur Haltestelle führen. Der Weg zu Fuß dauert etwa 5 Minuten. Hat man die Haltstelle erreicht sollte innerhalb von 20 Minuten der Bus eintreffen. Zu Stoßzeiten kann es passieren, dass der Bus so voll ist und man auf den nächsten warten muss. Das Ticket (5 Euro) kann entweder im Bus, oder direkt davor bei den entsprechenden Mitarbeitern gekauft werden. Der Bus steuert zwei Stationen an, den Hauptbahnhof und den Hafen (2. Station). Je nach Verkehrslage dauert die Fahrt etwa 20-30 Minuten. Am Hafen angekommen, sollte man Ausschau nach Schildern mit der Aufschrift „Ischia“ halten. Es gibt verschiedene Arten von Schiffen (Fähren/Autofähren -> Traghetti und die schnelleren Schiffe -> Aliscafi) von verschiedenen Unternehmen, welche verschiedene Häfen in Ischia anlaufen. Dabei ist zu beachten, dass die normalen Fähren länger brauchen als die Schnellboote, allerdings auch günstiger sind. Hat man eine passende Verbindung gefunden, sucht man die Ablegestelle des Schiffes und die Überfahrt nach Ischia kann beginnen. Auf dem Weg dahin sollte man unbedingt den Vesuv im Auge behalten, welcher majestätisch über Neapel emporragt.

Mofetten

1. Was sind Mofetten?
2. Fumarolen, Solfatare & Mofetten
3. Warum entgast CO2 aus einer Magmakammer?
4. Mofetten-Tätigkeit und Vulkanismus
5. Sind Mofetten an sich gefährlich?
6. Mofetten und das Klima
7. Mofetten auf Ischia
8. Quellen

1. Was sind Mofetten?
Bei Mofetten handelt es sich um Austrittsstellen von Gasförmigem CO2, welches aus einer Magmakammer ausgast. Das Gas gelangt über sehr feine Kanäle im Gestein, aus der Magmakammer an die Oberfläche. Das austretende Gas an Mofetten ist zudem meist kühl.

2. Fumarolen, Solfatare & Mofetten
Fumarolen, Solfatare und Mofetten werden nach der Art des Gases unterschieden, welches durch sie austritt. Häufig treten sie aber auch als Mischformen auf.
Als Fumarole wird Austrittspunkt von heißem Wasserdampf bezeichnet, welcher größtenteils aus hydrothermalen Quellen stammt. Der Wasserdampf kann auch aus der Magmakammer selbst stammen, allerdings spielt dieser Anteil meist nur eine stark untergeordnete Rolle. Ein Grund für diese untergeordnete Rolle ist, dass die Löslichkeit von Wasser in einer Schmelze sehr viel langsamer abnimmt, als die Löslichkeit von CO2 und Schwefelverbindungen. Das heißt bei Änderungen in der Magmakammer beginnt zuerst CO2 vermehrt auszugasen, dann die Schwefelverbindungen und erst dann die Wasserphase.
Austritte von Schwefelverbindungen (SO2, H2S) werden als Solfatare bezeichnet. Solfatare können gut im Gelände erkannt werden, da sich gelbliche bis weiße Schwefelablagerungen bilden. Außerdem hat das SO2 einen unangenehm stechenden Geruch und H2S stinkt förmlich nach faulen Eiern.
In diesem Text soll es aber vor allem um die Exhalation von CO2 gehen. Einen Austrittspunkt von CO2 nennt man Mofette. In einer reinen Mofette (also keine Mischung mit einer Fumarole oder einem Solfatar) ist das Gas meist kühl, da es erstens nicht mit heißem Wasserdampf gemischt ist und da es zweitens vor dem Austritt unter starkem Druck steht. Bei der plötzlichen Druckminderung verliert das Gas schlagartig an Temperatur. Dieses Phänomen ist auch im Alltag häufig zu beobachten. Zum Beispiel bei Sprüh-Dosen oder Feuerzeugen. Das zugrunde liegende Prinzip wird als adiabatische Entspannung des Gases bezeichnet.

3. Wie entgast CO2 aus einer Magmakammer?
Wie das CO2 einer Mofette aus der Magmakammer entgast, lässt sich vereinfacht im Selbstversuch nachstellen. Beim Trinken von bevorzugt kaltem Mineralwasser in großen Mengen, gelangt dieses in den Magen. Dort wird es erstens erwärmt und zweitens ändert sich durch die Magensäure sein PH-Wert, es wird also saurer. Beides führt dazu, dass das Wasser nicht mehr so viel Gas lösen kann wie zuvor. Dadurch geht ein Teil der gelösten Kohlensäure in die Gasphase über, es entsteht also gasförmiges CO2 in dem Magen. Dieses freie Gas benötigt mehr Platz, als zuvor in der Lösung. Es wird sich daher einen Weg nach draußen suchen. Wenn die Testperson nun rülpsen muss, hat der Versuch geklappt und sie war für einen kurzen Moment eine „menschliche Mofette“.
Damit CO2 aus der Magmakammer entgasen kann muss sich dort also etwas ändern. Vielleicht wird es wärmer, vielleicht wird das Magma saurer, also silikatischer, oder die Zusammensetzung des Magmas ändert sich anderweitig durch Mischungs- oder Differentiations-Prozesse.

4. Mofettentätigkeit und Vulkanismus
In älterer Literatur galten Mofetten grundsätzlich als Merkmal eines alternden und erlöschenden Vulkansystems. In der jüngeren Literatur werden Mofetten aber auch immer öfter als Zeichen erwachender Vulkane interpretiert. Da CO2 schlecht in Magmen löslich ist, gast es als erstes Gas aus diesen aus. Ein Anstieg der CO2-Entgasungen kann somit ein erstes Indiz für Änderungen in der Magmakammer sein.
An vielen Vulkanen, wie z.B. dem Ätna, füllen sich bodennahe Magmenkammern vor einer Eruption mit CO2, was zu einer erhöhten Ausgasung von eben diesem führt. Diese erhöhte Ausgasung kann an diesen Vulkanen also zur Frühwarnung genutzt werden. Somit erscheinen regelmäßige Messungen an den Mofetten eines Vulkansystems als sinnvoll. Alleine können diese Daten für die meisten Vulkansysteme natürlich nicht zur Frühwarnung verwendet werden, in Verbindung mit anderen Faktoren könnten sie aber wertvolle Hinweise darstellen.

5. Sind Mofetten an sich gefährlich?
Das Gas CO2 wird als gefährlicher Arbeitsstoff mit einem sehr schwachen Wirkungspotenzial der Kategorie IV eingestuft. Im Vergleich zu anderen Gasen ist seine Toxizität also eher gering, es wirkt erst toxisch, wenn sich seine Konzentration in der Luft um Werte im Prozentbereich ändert. CO2 ist aber ein „luftverdrängendes Gas“ und ein wenig schwerer, als die „Normalluft“. Das heißt, an topographisch tiefer gelegenen Stellen (Tal, Mulde, Keller, Höhle) und unter bestimmten klimatischen Verhältnissen (Windstille), kann sich CO2 lokal stark anreichern. Konzentrationen von über 10 % können für Sauerstoff-atmende Lebewesen dann auch schnell tödlich werden. Einerseits wird der Sauerstoff aus der Lunge verdrängt, andererseits wird das Blut angesäuert. Dieser Prozess kann unbemerkt ablaufen und zur Ohnmacht und anschließendem Erstickungstod führen.
Unter bestimmten topographischen und klimatischen Gegebenheiten, können Mofetten also sogar lebensbedrohlich sein. Nämlich unter der Voraussetzung, dass sich das CO2 in der Luft um mehrere Prozentpunkte anreichern kann, anstatt sich rasch in der Atmosphäre zu verteilen. Bei der Erforschung von Mofetten ist also immer darauf zu achten, dass man sich nicht unüberlegt in Mulden, Höhlen, oder windstille Bereiche begibt!

6. Mofetten und das Klima
CO2 ist ein klimatisch wirksames Gas und zu großem Maße mit verantwortlich für den natürlichen Treibhauseffekt auf der Erde. In der Erdgeschichte hat die geogene Freisetzung des Gases stark das Klima beeinflusst. Aktuell ist die geogene Freisetzung aber auf keinem besonders hohen oder besonders niedrigen Niveau. Das heißt, dass Mofetten höchst wahrscheinlich nicht an der Verstärkung des Treibhauseffektes in den letzten Jahrzehnten beteiligt sind.
Mofetten haben also keinen verstärkten Einfluss auf den aktuellen globalen Klimawandel. In lokal begrenzten Bereichen können sie allerdings für ein besonderes Mikroklima, mit stark erhöhten CO2-Werten, sorgen. Diese Bereiche können folglich zur Erforschung der Folgen einer erhöhten CO2-Konzentration in der Atmosphäre herangezogen werden, was sie also durchaus auch für Klimaforscher interessant macht.

7. Mofetten auf Ischia
Auf Ischia sind zwei Mofetten hervorzuheben. Eine an Land, die andere unter Wasser.
Die Mofette an Land befindet sich im inneren des Rotaro-Kraters (40.739688° N, 13.924761° O) auf einer Höhe von ungefähr 225 m ü. NN. Hier befinden sich rechts des Krater-Rundweges kleine Löcher im Hang. Bei Außentemperaturen über 20 °C kann man deutlich einen kühlen Luftzug spüren, welcher aus diesen Löchern entweicht.
Die Mofette im Wasser befindet sich in der Cartaromana-Bucht. Hier steigen, in einem kleinen Bereich im Meerwasser, Gasbläschen auf und die Temperatur des Wassers ist erhöht. Messungen haben ergeben, dass es sich bei den Gasbläschen um CO2 handelt. Die erhöhte Temperatur lässt sich damit erklären, dass es sich um eine Mofette in Verbindung mit einer Fumarole oder einer Thermalwasser-Quelle handelt. In diesem Bereich wird aufgrund der erhöhten Wassertemperatur auch gerne gebadet. Bei Windstille sollte man dabei aber zumindest im Hinterkopf behalten, dass mit stark erhöhten CO2-Konzentrationen nicht zu spaßen ist. Auch wenn eine starke Anreicherung des Gases, auf Grund der fehlenden topographischen Senke, wohl eigentlich nicht zu erwarten ist.

8. Quellen:
PFANZ, H. (2008): „Mofetten, Kalter Atem schlafender Vulkane“; Deutsche Vulkanologische Gesellschaft e. V., Mendig.
SCHMINCKE, H.-U. (2013): „Vulkanismus“, 4. Auflage; Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt.

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Aniello Di Iorio
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