Gesund und lecker durch den Winter – Teil 1: Dieses Obst und Gemüse hat im Dezember Saison

Termin: 01.12.2019 bis 31.01.2020

Mit dem Dezember beginnt der erste Wintermonat und damit die Zeit der Orangen und Mandarinen. Kohl spielt beim Gemüse weiterhin die Hauptrolle. Fenchel und Rote Bete stehen ebenfalls auf der Liste. Hier der Überblick.

Das Obst im Dezember

Der Dezember ist vor allem der Monat der Zitrusgewächse, wie Orangen, Mandarinen und Clementinen.

Orangen – der süße Apfel aus China

Orangen kennt man auch unter dem Namen Apfelsine, der übersetzt „Apfel aus China“ bedeutet, dem Heimatland der Orangen. Die süße Frucht ist vermutlich aus der Kreuzung zwischen Mandarine und Pampelmuse entstanden. Es gibt verschiedene Varietäten, wie zum Beispiel die Bitterorange. Sie kam spätestens im 11. Jahrhundert nach Italien, 400 Jahre bevor die süßen Orangen ihren Weg nach Europa fanden. Heute ist sie die am häufigsten angebaute Zitrusfrucht der Welt. Das größte Anbaugebiet ist mit Abstand Brasilien, gefolgt von den USA (Kalifonien) und China.

Orangen sind reich an Vitamin C. Bereits mit 200g Fruchtfleisch deckt man den Tagesbedarf an Vitamin C; das ist nicht nur gut für das Immunsystem, sondern auch für Knochen und Bindegewebe. Daneben enthalten Orangen Folsäure, Phosphor, Kalium, Kalzium und Eisen. In der weißen Haut stecken zudem viele wichtige sekundäre Pflanzenstoffe, die vor Krankheiten schützen sollen. Die Zubereitungsmöglichkeiten sind vielseitig. Ob als Saft, Marmelade, im Obstsalat oder Dessert, der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Aus Italien, genauer gesagt aus Sizilien, sind besonders die Blutorangen mit dem roten Fruchtfleisch sehr beliebt. Die rote Farbe entsteht dabei durch starke Temperaturunterschiede im Tag-Nachtrhythmus. Wenn es tagsüber sehr warm ist und nachts die Temperaturen stark absinken, bildet sich der Pflanzenfarbstoff Anthocyan in den Pigmenten des Fruchtfleisches und der Schale.

Mandarinen – enthalten weniger Säure als Orangen

Die Mandarinen wurden erst Anfang des 19. Jahrhunderts in Europa eingeführt. Sie sind süßer als Orangen und haben von allen Zitrusfrüchten den geringsten Säuregehalt. Außerdem lassen sie sich leichter schälen, da die Schale nur locker auf dem Fruchtfleisch sitzt. Mandarinen enthalten unter anderem Beta-Carotin, das im Körper zu Vitamin A umgewandelt wird und so einen wichtigen Beitrag zur Zellerneuerung der Haut leistet.

Die Clementine – eine Züchtung aus Mandarine und Pomeranze

Der Mandarine äußerlich und geschmacklich sehr ähnlich ist die Clementine. Sie wurde nach ihrem „Erfinder“ Clement benannt. Er hat die Clementine vor etwa 100 Jahren aus einer Kreuzung zwischen Mandarine und Pomeranze gezüchtet. Im Gegensatz zur Mandarine hat sie keine Kerne. Außerdem ist das Fruchtfleisch meist etwas heller und die einzelnen Fruchtsegmente variieren zwischen acht und zwölf.

Das Gemüse im Dezember

Neben verschiedenen Kohlsorten, über die wir bereits im November berichtet haben, ist im Dezember Zeit für Fenchel, Rote Bete.

Fenchel – enthält mehr Vitamin C als Orangen

Fenchel gehört zur Familie der Doldenblütler und hat seinen Ursprung in Kleinasien und dem Mittelmeerraum. Auf der Insel Ischia wächst noch heute der Wilde Fenchel, die Urform des Gemüsefenchels. Der Wilde Fenchel wurde bereits in der Antike von den Griechen und Römern als Heilpflanze gegen Husten und Verdauungsproblemen eingesetzt.

Noch heute ist der Gemüsefenchel aus der italienischen Küche nicht wegzudenken. Die weiße Knolle wird in der Winterzeit regelmäßig verzehrt. Zur Mittagszeit wird er meist roh als Nachtisch serviert oder in einem bunten Salat mit Blattsalat, Tomaten und Kartoffeln angerichtet.

Besonders die im Fenchel enthaltenden ätherischen Öle unterstützen die Verdauung, helfen bei Blähungen, stärken den Magen und regen die Leber- und Nierentätigkeit an. Gleichzeitig sind sie für den intensiven Geschmack verantwortlich.

Darüber hinaus ist die Liste der Vitamine und Mineralstoffe im Fenchel sehr lang. Die Vitamine B, C und E gehören genauso dazu wie Kalium, Kalzium und Eisen. Dass Orangen viel Vitamin C enthalten ist bekannt, doch in Fenchel ist der Vitamin C-Gehalt sogar fast doppelt so hoch! In 100g Fenchel stecken rund 93mg Vitamin C! Herausragend ist auch das Betacarotin im Fenchel, welches der Körper in Vitamin A umwandeln kann. Bereits mit 100g Fenchel kann man den empfohlenen Tagesbedarf von 1mg zu 80% decken.

Rote Bete – die rote Kulturpflanze aus dem Mittelmeerraum

Die Rote Bete gehört zu den Fuchsschwanzgewächsen und ist eng verwandt mit Mangold und der Zuckerrübe. Sie stammt aus dem Mittelmeerraum, vermutlich aus Nordafrika, und wurde von den Römern vor etwa 2.000 Jahren nach Europa gebracht. Es handelt sich dabei um eine Kulturpflanze, die aus der wilden Rübe gezüchtet wurde.

Für die rote Farbe der Knolle sorgt der sekundäre Pflanzenfarbstoff Betanin. Er dient in der Lebensmittelherstellung als Farbstoff (E162) unter anderem für Gummibärchen, Joghurt oder Eis. Darüber hinaus stimuliert es die Leberzellen, stärkt die Gallenblase und kann vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützen.

Rote Bete ist ein kalorienarmes Gemüse und reich an Vitaminen, darunter Folsäure. Das Vitamin B9 ist wichtig für die Blutbildung und Zellteilung. Da besonders Schwangere einen erhöhten Bedarf an Folsäure haben, ist die Rote Bete sehr empfehlenswert in der abwechslungsreichen, gesunden Ernährung. Daneben enthält Rote Bete weitere Vitamine aus der B-Gruppe, wie zum Beispiel Vitamin B1, B2 und B6. Für den Schutz der Zellen vor freien Radikalen sorgt das Vitamin E und für die Stärkung des Immunsystems sind in der Knolle immerhin 10mg pro 100g Vitamin C enthalten.

Ebenfalls reichlich vertreten sind verschieden Mineralstoffe, wie Natrium, Kalium, Kalzium, Magnesium und Phosphat. Natrium und Kalium sind dabei wichtig für ein funktionierendes Nervensystem und für die Muskeln.

Leckere Rezeptidee – Rote Bete Chips

Zutaten für 4 Portionen:

  • 400g Rote Bete
  • 2 EL Olivenöl extravergine
  • Meersalz

Zubereitung:

  1. Den Backofen auf 160°C vorheizen.
  2. Rote Bete schälen (Handschuhe tragen!) und in feine Scheiben hobeln.
  3. Die Scheiben trocken tupfen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech verteilen.
  4. Die Scheiben mit Olivenöl beträufeln und mit Meersalz würzen.
  5. Das Backblech in den Ofen schieben und ca. 25 min backen.