Gesund und lecker durch den Herbst – Teil 1: Dieses Obst und Gemüse hat im September Saison

Termin: 01.09.2019 bis 31.10.2019

Wandern auf Ischia
Weintrauben im Herbst auf Ischia

Im September neigt sich der Sommer dem Ende und der Herbst beginnt. Es wird langsam wieder etwas kühler, ideal für Wanderungen. Schauen wir uns an, welches Obst und Gemüse jetzt Saison haben und für die Stärkung zwischendurch geeignet sind.

Das Obst im September

Der September ist der ideale Monat für Brombeeren, Heidelbeeren, Himbeeren, Weintrauben und Birnen. Es ist aber auch die Zeit der Pflaumen, Melonen, Pfirsiche, Feigen und Kaktusfeigen.

Heidelbeeren – gut gegen vorzeitigen Alterungsprozess

Heidelbeeren gehören zur Familie der Heidekrautgewächse und enthalten ein Sammelsurium an wertvollen Vitaminen und Mineralstoffen. Der jeweilige Anteil ist meist nicht besonders hoch, mit Ausnahme der Vitamine C, E und K. In 100g Heidelbeeren sind zum Beispiel 30 mg Vitamin C enthalten. Das entspricht 30% unseres Tagesbedarfs.

Die Heidelbeeren enthalten einen hohen Anteil an wertvollen Antioxidantien. Diese bekämpfen die überschüssigen freien Radikale im menschlichen Körper, welche sich vor allem bei Stresssituationen anreichern und so Zellschäden verursachen. Mit anderen Worten, Antioxidantien helfen, dem Alterungsprozess und der Entstehung von Krankheiten vorzubeugen.

Für die blaue Farbe sorgt der sekundäre Pflanzenstoff Anthocyan, ein sehr starkes Antioxidans, das zum Beispiel gegen Entzündungen, Übergewicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Alzheimer wirken kann. Wie viel von diesem Farbstoff in der Heidelbeere steckt, ist abhängig von der Sorte bzw. Art (wilde Heidelbeeren weisen in der Regel einen höheren Gehalt an Anthocyanen auf als Kulturheidelbeeren), sowie der Höhenlage und Temperatur.

Weintrauben – helfen beim Entschlacken

Indem wir Weintrauben essen, erhalten wir sofort verfügbaren Zucker. Die Kerne der Weintraube enthalten viel Linolsäure, eine ungesättigten Fettsäure, die zur Gruppe der Omega-6-Säuren gehört. Sie spendet der Haut Feuchtigkeit und sorgt so für eine gesunde, widerstandsfähige Haut.

Die Rote Weintrauben enthalten zudem besonders viel Resveratrol, ein sekundärer Pflanzenstoff, welches unter anderem eine entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung hat. Etwa ein Drittel des Pflanzenstoffes steckt in den Kernen, daher sollte man sie in jedem Fall mitessen. Der Pflanzenstoff OPC hilft zudem, die Aufnahme der Vitamine C und E zu verbessern und schützt vor Infektionskrankheiten.

Weintrauben sind auch für eine Entschlackungskur geeignet, denn sie enthalten einen hohen Anteil an Kalium, das harntreibend wirkt. Dank der Fruchtsäure werden die Schlacken abgebaut. Damit helfen Weintrauben bei der Entgiftung des Körpers.

Das Gemüse im September

Im September haben noch immer Paprika, Aubergine, Zucchini, Karotten und Tomaten Saison. Es ist auch noch immer ein guter Monat, um Brechbohnen, Gurken und Mangold zu essen. Zudem werden jetzt die ersten Kürbisse und der Kohl reif.

Mangold – eine Alternative zu Spinat

Botanisch gesehen gehört der aus dem Mittelmeerraum stammende Mangold zu den Gänsefußgewächsen und ist damit eng verwandt mit der Zuckerrübe und der Roten Bete. Geschmacklich und äußerlich ähnelt er aber dem Spinat. Es gibt zwei Hauptarten des Mangold: der Schnitt- oder Blattmangold mit breiten Blättern und der Stiel- oder Rippenmangold mit seinen dicken, fleischigen Stielen.

Die bunten Farben der Stiele und Blattadern sind auf die sekundären Pflanzenstoffe Betalain (rot-purpur), Anthocyan (blau) und Carotinoid (gelb-orange) zurückzuführen. Mit ihren antioxidativen Eigenschaften tragen sie einen wichtigen Beitrag zu unserer Gesundheit bei. Studien zufolge können die Betalaine, sowie die Flavonoide (ebenfalls sekundäre Pflanzenstoffe) Entzündungen hemmen, sowie bei Fettwechselstörungen, Bluthochdruck und sogar gegen Krebs helfen.

Mangold hat im Hinblick auf seinen Vitamin- und Mineralstoffgehalt einiges zu bieten. Das kalorienarme Blattgemüse zeichnet sich durch einen sehr hohen Gehalt an Beta-Carotin und Vitamin K aus. Das Beta-Carotin ist ein Antioxidans und wird im Körper zu Vitamin A umgewandelt. Es ist wichtig für unsere Haut und Augen. Um unseren täglichen Bedarf an Vitamin K zu decken, benötigen wir lediglich 17g frischen Mangold! Dieses Vitamin ist wichtig für die Blutgerinnung, aber auch für unsere Knochen und Zähne. Außerdem stecken in Mangold viel Vitamin B2, das gegen Migräne hilft, Folsäure für ein gesundes Zellwachstum, Vitamin C für unsere Abwehrkräfte und Vitamin E, das die Fruchtbarkeit fördert und den Cholesterinspiegel reguliert.

An Mineralstoffen sind vor allem Magnesium, Eisen, Kalzium, Kalium, Mangan und Kupfer zu nennen. Mit 100 g frischem Mangold hat man bereits über 20% des täglichen Bedarfs an Magnesium und Eisen abgedeckt! Das Magnesium brauchen wir für unsere Muskeln und Eisen zur Bildung von Hämoglobin.

Karotten – für gesunde Augen und Haut

Ein beliebtes und dazu auch gesundes Wurzelgemüse ist die Karotte. Sie enthält von allen Gemüsesorten am meisten Carotin. Dieses Provitamin A ist für die typische orange Farbe verantwortlich und liegt in der Karotte als Alpha- und Beta-Carotin vor. Es trägt zur Stärkung der Sehkraft bei und ist wichtig für das Zellwachstum. Da das Carotin jedoch fettlöslich ist, empfiehlt es sich, bei der Zubereitung von Möhren etwas Fett hinzuzugeben, um die Aufnahme von Carotin im Körper zu verbessern.

Daneben enthalten Karotten unter anderem die B-Vitamine B1, B2 und B6, Vitamin C und Vitamin E. An wertvollen Mineralstoffen und Spurenelementen können Karotten mit Kalium, Phosphor, Kalzium, Magnesium, Eisen und Zink punkten.

Zuletzt sei noch die günstige Kombination aus löslichen und unlöslichen Ballaststoffen zu nennen. Die löslichen Ballaststoffe regen den Stoffwechsel an und können dazu beitragen, den Cholesterinspiegel zu senken. Die unlöslichen Ballaststoffe lindern Magen-Darm-Probleme und helfen sowohl bei Verstopfung, als auch bei Durchfall.

Leckere Rezeptidee: Weintrauben-Gelee mit Vanille

Zutaten:

  • 1kg Weintrauben
  • 1kg Gelierzucker
  • Mark einer Vanilleschote

Zubereitung:

1. Zunächst die Gläser mit Deckel für das Gelee sterilisieren. Dazu können Sie die Gläser und Deckel zum Beispiel für etwa 10 Minuten in einen Topf mit kochendem Wasser hineinlegen.

2. Die Weintrauben waschen, in einen Mixer geben und pürieren. Anschließend alles durch ein Sieb passieren. Dabei den Saft in einer Schüssel auffangen.

3. Für das Gelee 750 ml des Saftes abmessen, mit dem Gelierzucker mischen und nach Packungsanleitung aufkochen. Das Saft-Zuckergemisch ca. vier Minuten unter Rühren kochen lassen. Am Ende das Mark der Vanilleschote hinzufügen und unterrühren.

4. Das Gelee in die noch heißen Gläser füllen und mit den nassen Deckeln fest zuschrauben. Die Gläser für etwa 10-15 Minuten auf den Kopf stellen.