Gesund und lecker durch den Sommer – Teil 2: Dieses Obst und Gemüse hat im Juli Saison

Wenn es im Sommer heiß wird, bevorzugen viele Menschen frisches und saftiges Obst und Gemüse. Wir schauen uns daher an, welche leckeren Sorten im Juli Saison haben.

Das Obst im Juli

Im Juli gibt es eine große Auswahl verschiedener Obstsorten, die geerntet werden können. Dazu gehören Melonen, Pflaumen, Himbeeren und Pfirsiche, sowie Kirschen und Aprikosen, die bereits seit Juni Saison haben.

Melonen – das Gurkengewächs für eine schöne Haut

Die Melone gehört mit zu den beliebtesten Obstsorten im Sommer. Die kalorienarme Frucht besteht je nach Sorte zu 85-95% aus Wasser und enthält viel Vitamin A und C. Das Vitamin A ist besonders wichtig für eine gesunde und damit schöne Haut, sowie den Sehvorgang. Je nach Sorte reichen schon 150g Fruchtfleisch aus, um den täglichen Bedarf an Vitamin A zu decken! Daneben enthalten Melonen wertvolle Mineralstoffe, wie Eisen und in geringen Mengen Natrium. Letzteres zusammen mit dem Wasser ist gut für die Nieren, die durch den Verzehr der Melone entwässert und gereinigt werden. Auch die Kerne der Wassermelone sind essbar und liefern Vitamine, Mineralstoffe, Fett und Eiweiß.

Melonen werden unterschieden in Wassermelonen und Zuckermelonen. Botanisch gesehen, gehören die Wassermelonen zu den Gurkengewächsen, während die Zuckermelonen in die Familie der Kürbisgewächse eingeordnet werden. Beide können in der Regel schon am Aussehen unterschieden werden. Die größeren, bis zu 25 kg schweren Wassermelonen haben eine dicke, dunkelgrüne Schale und ein rotes Fruchtfleisch mit flachen schwarzen Kernen. Zuckermelonen hingegen haben eine dünnere Schale und eine Aushöhlung im Inneren, in denen die weißen Kerne sitzen. Das Fruchtfleisch ist meist blassgelb, grünlich oder orangefarben. Es gibt mehr als 500 verschiedene Sorten der Zuckermelonen. Die bekanntesten sind die Honigmelone, die Cantaloup-Melonen und die Galia-Melonen

Pflaumen – der schnelle Energielieferant

Im Juli beginnt auch die Saison der Pflaumen. Sie gehören zur Familie der Rosengewächse und sind mit über 2.000 Arten weltweit vertreten. Obwohl die Größe, Form, Farbe und der Geschmack der einzelnen Arten sehr unterschiedlich sind, haben sie eines gemeinsam: alle Pflaumen sind sehr gesund. Sie bestehen zu etwa 80% aus Wasser und haben gerade einmal 47 kcal pro 100 Gramm. Der Fruchtzuckergehalt ist mit 10% besonders hoch. Daher sind Pflaumen ein schneller Energielieferant. Neben den Kohlenhydraten, haben Pflaumen einen hohen Gehalt an Ballaststoffen, wie Pektine und Zellulose. Diese sitzen vor allem in der Schale und helfen, den Cholesterinspiegel zu senken, Schwermetalle zu entgiften und die Verdauung zu fördern. Dank ihrer abführenden und harntreibenden Wirkung sind sie ideal gegen Verstopfung geeignet. Außerdem enthalten Pflaumen viele Vitamine und Mineralstoffe, wie zum Beispiel Provitamin A (Carotinoide), B-Vitamine für das Nervensystem, Vitamin C und E, Eisen, Magnesium, Kalium, sowie die Spurenelemente Kupfer und Zink, die gegen nervöse Unruhe, Gereiztheit und Depressionen wirken.

Das Gemüse im Juli

Im Juli bietet die Natur auch zahlreiche Gemüsesorten an, darunter Gurken, Mangold, Karotten, Paprika, Tomaten, Grüne Bohnen, Rucola und Basilikum.

Tomaten – die rote Frucht aus Mittel- und Südamerika

Die Tomate stamt ursprünglich aus Mittel- und Südamerika. Dort wurde sie unter anderem von den Maya kultiviert. Wahrscheinlich seit dem 16. Jahrhundert gibt es sie auch in Italien und seit etwa 1900 ist sie auch in Deutschland bekannt. Die Tomate ist die Königin auf dem sommerlichen Esstisch. Egal, ob roh oder gekocht, Tomaten finden sich in einer Vielzahl von Gerichten wieder. Dabei ist die rote Frucht nicht nur sehr schmackhaft, sondern auch noch sehr gesund. Mit gerade einmal 19 kcal ist die Tomate äußerst kalorienarm. Sie besteht zu 95% aus Wasser. In den restlichen 5% stecken viele Vitamine und Mineralstoffe.

Besonders hervorzuheben ist Lycopin, ein spezielles Carotinoid mit antioxidativen Eigenschaften. Dieser relativ hitzbeständige, sekundäre Pflanzenstoff bekämpft die “freien Radikale“ in unserem Organismus und schützt so unsere Zellmembran. Lycopin steckt vor allem in der Schale, ist fettlöslich und wird durch starke Hitze besonders gut freigesetzt.

Darüber hinaus enthalten Tomaten viel Vitamin C, welches das Immunsystem stärkt; Kalium, das Herzkreislauferkrankungen vorbeugen kann; sowie einen hohen Anteil an Folsäure, das wichtig für den Gewebeaufbau und die Zellfunktion ist.

Basilikum – ein Kraut mit entzündungshemmender Wirkung

Aus der italienischen Sommer-Küche nicht wegzudenken ist frischer Basilikum. Basilikum ist ein Gewürz, das neben den Vitaminen A, C, D und E und Mineralstoffen, wie Kalzium, Kalium, Magnesium und Eisen, vor allem verschiedene ätherische Öle enthält. Diese Öle wirken entzündungshemmend, antibakteriell und schmerzstillend. Außerdem regt das Gewürz den Appetit an, fördert die Fettverdauung und hilft bei Magenverstimmungen.

Leckere Rezeptidee – Basilikum-Pesto

Zutaten für 4 Portionen:

  • 50g frische Basilikumblätter
  • 15g Pinienkerne
  • 70g Hartkäse (z. B. Parmesan)
  • 1 Knoblauchzehe
  • 100ml Olivenöl extravergine
  • ggf. eine Prise Salz

Zubereitung:

  1. Einmachgläser für das Pesto sterilisieren. Dazu, zum Beispiel, die Gläser und Deckel für ca. 10min in kochendes Wasser geben. Anschließend herausnehmen und trocknen lassen.
  2. Die Basilikumblätter mit einem feuchten, weichen Tuch vorsichtig putzen.
  3. Alle Zutaten in einen Mixer geben und zu einer Creme pürieren.
  4. Die Creme in die Einmachgläser füllen.

Das Pesto ist 2-3 Tage im Kühlschrank haltbar und zum Einfrieren geeignet.